Zutaten für grünen Spargel mit Basilikum-Creme

Die EINE richtige Ernährungsform

… gibt es nicht. Auch wenn viele die EINE Diät anpreisen, mit der man totsicher abnimmt, oder die EINE Ernährungsform, mit der alles funktioniert.

Jeder Mensch ist einzigartig. Was wie eine abgedroschene Floskel klingt ist nichts anderes als eine biologische Tatsache. Kein Mensch ist wie der andere: Jede/r hat einen anderen Lebensstil, andere Gewohnheiten, andere psychische und physische Eigenheiten. Wie sollte dann EINE einzige Ernährungsform für jeden Einzelnen passen?

Es gibt kein Patentrezept, das für jeden gleich gut funktioniert. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die jeder beachten kann, der sich gesund ernähren möchte.

  1. Industriezucker vermeiden: Zucker ist ein kleiner Energieräuber. Er kann uns antriebslos, träge und vor allen Dingen abhängig machen. Zudem verursacht Zucker häufig Magen-Darm- und andere körperliche Probleme und kann sich auch auf unsere Psyche auswirken. Einerseits bringt uns Zucker in dem Moment, in dem wir ihn essen, ein echtes Hochgefühl. Doch genauso schnell kann aus dem Glücksgefühl Nervosität, Angst und sogar depressive Stimmung werden. Das alles hat mit dem Insulinspiegel zu tun, den der Zucker in die Höhe schnellen lässt. Dieses Level kann aber nicht lange aufrechterhalten werden und der Blutzuckerspiegel sinkt ebenso schnell in den Keller.

  2. Natürlich währt am längsten: Je unverarbeiteter die Lebensmittel, desto besser. Alles, was keine Zutatenliste braucht, sollte in großen Mengen in den Einkaufswagen wandern: Gemüse, Nüsse, Samen, Obst… Es gibt auch verarbeitete Lebensmittel, die gesund sind und wertvolle Vitalstoffe enthalten, wie zum Beispiel kaltgepresste Öle aus Ölsaaten und Vollkorngetreideprodukte. Am besten ist es, möglichst oft selber zu kochen – mit natürlichen Zutaten. Dann weiß man auch, was drin ist. Rezeptideen findet ihr auf meinem Blog.

  3. Eat your Greens: and Reds and Yellows – Hauptsache Gemüse! Wo sonst gilt: Die Dosis macht das Gift, kann man von Gemüse kaum zu viel essen. Am besten so knackfrisch wie möglich, also in Form von Rohkost, aber auch gedünstet, ist Gemüse ein wichtiger Vitamin-Lieferant für den Körper. Auch Obst ist wichtig, man darf aber nicht vergessen, dass Obst auch viel Fruchtzucker enthält. Dieser ist zwar bei weitem nicht so schädlich wie Industriezucker, aber auch hier sollte man die Menge im Blick behalten.

  4. Die Milch macht’s nicht: Hier muss man zwischen reiner Milch und Milchprodukten unterscheiden. Reine Kuhmilch hat einen naturgegebenen Zweck: Sie ist Nahrung für Kälbchen, die groß und stark werden sollen. Dementsprechend enthält Kuhmilch extrem viele Proteine und viel Kalzium – eigentlich viel mehr als der menschliche Körper brauchen würde – vor allem auf Dauer und in großen Mengen. Bei der Milch gibt es zudem Unterschiede. Auch hier sollte man, sofern man Milch trinken möchte, auf die natürlichsten Formen der Milch, also Rohmilch oder Vorzugsmilch, zurückgreifen, statt auf die ultrahoch erhitzte und pasteurisierte H-Milch oder Sterilmilch. Oder man ersetzt die Kuhmilch direkt durch pflanzliche Alternativen. Diese kann man meist auch ganz einfach selber machen. Ein Rezept für Hafermilch, findest du z.B. hier.

  5. Hör auf Dich: Wenn man sich ein bisschen mit seinem Körper auseinandersetzt und wieder lernt, mehr auf ihn und seine Signale zu hören, geht vieles wie von selbst. Ganz einfache Regeln: Iss, wenn du leichten Hunger verspürst (nicht wenn du schon super hungrig und vielleicht schon hangry bist 😉 ). Wenn du nach einer Mahlzeit Bauchschmerzen bekommst, dann gehe der Sache auf den Grund, indem du die Zutaten einmal einzeln probierst und darauf achtest, was passiert. Höre auf zu essen, wenn du satt bist, nicht wenn der Teller leer ist. Du musst nichts wegschmeißen. Hebe Reste auf und freu dich, dass du für die nächste Mahlzeit schon etwas vorbereitet hast. Was übrigens für mich immer super funktioniert, wenn man mal zu viele Reste übrig hat ist Auflauf. Da kann man nahezu alles unterbringen und verwerten. Manchmal eignen sich übrige Dinge auch perfekt für eine leckere Suppe oder einen Eintopf.

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