Caro Hartenstein - Ernährungs- und Gesundheitsberateri

Meine Morgenroutine

Wie bist du heute so in den Tag gestartet? Bist du ganz entspannt aufgestanden und hast dich in Ruhe auf den Tag vorbereitet? Oder warst du gehetzt, dein erster Blick ging direkt zum Handy – erstmal Mails checken oder wer bei WhatsApp geschrieben hat? Danach sprichwörtlich mit dem falschen Bein aufgestanden und der Tag war eigentlich schon im Eimer, bevor er überhaupt richtig angefangen hat?

Gut, jeder hat mal einen schlechten Tag. Das ist ganz normal. Aber man kann selber dafür sorgen, dass diese Tage nur selten vorkommen und dass die anderen Tage strukturiert, voller Energie und ohne Stress ablaufen.

Früher hätte ich niemals von mir behauptet, dass ich ein „Morgenmensch“ bin. Dem frühen Vogel konnte ich nicht viel abgewinnen. Das hat sich mittlerweile geändert. Vor allem der Morgen bringt irgendwie eine ganz besondere Ruhe mit sich und gleichzeitig auch etwas Frisches, etwas Neues. Jeder Morgen ist doch immer ein bisschen wie ein kleiner Neustart.

Bei mir hat sich mittlerweile ein morgendlicher Ablauf – eine Morgenroutine – eingestellt, der mich ruhig in den Tag starten lässt und mir eine klare Struktur gibt. Dadurch bin ich gelassener und habe morgens keinen Stress.

Das Wort „Morgenroutine“ klang für mich immer sehr abstrakt – irgendwie sehr bedeutsam, aber auch nach viel Arbeit. Das muss gar nicht sein. Schon Kleinigkeiten können dazu beitragen, dass einem der gute Start in den Tag gelingt.

Ich starte jeden Morgen indem ich bei meinem Wecker NICHT auf snooze drücke 😀 Ich stehe beim ersten Klingeln auf. Wenn euch das schwerfällt, ist das vielleicht ein Zeichen dafür, dass man eher hätte ins Bett gehen sollen. Der Körper ist verdammt clever und wenn man ein bisschen auf ihn hört, merkt man recht schnell, was er braucht und was vielleicht auch nicht.

Nach dem Aufstehen gehe ich ins Bad, putze Zähne, wasche mein Gesicht und ziehe die Klamotten an, die ich mir am Vorabend schon rausgelegt habe. Danach gehe ich in die Küche, wo mich mein Hund meistens schon (hungrig) begrüßt. Ich setze mir Teewasser auf und trinke ein großes Glas lauwarmes, stilles Wasser – im Sommer gerne mit ein paar Spritzern Zitronensaft. Während mein Kräutertee dann zieht, gehe ich mit dem Hund spazieren. Meist so 10-15 Minuten – die große Runde kommt später.

Beim Spaziergang versuche ich ganz bewusst meine Umgebung wahrzunehmen. Was kann ich riechen, wie empfinde ich die Temperatur, was sehe ich? Ich nehme ein paar tiefe Atemzüge und werde dadurch immer wacher. Außerdem tut die Bewegung am frühen Morgen gut.

Wer keinen Hund hat und so früh noch nicht ans Spazierengehen denken möchte, der kann auch einfach bei geöffnetem Fenster ein paar Atemübungen machen. Oder vielleicht sogar eine kleine Sporteinheit. Mutet euch nicht zu viel zu, aber probiert einfach mal ein paar Dinge aus. Ihr werdet schnell merken, was euch gefällt und vor allem, was für euch umsetzbar ist. Je wohler ihr euch damit fühlt, desto schneller habt ihr eine Routine entwickelt.

Nach dem Spaziergang nehme ich mir ein paar Minuten, um meinen Tee zu genießen und zu meditieren oder ein paar Atem- oder Yogaübungen zu machen. 5 Minuten reichen hier schon völlig aus, um den Kopf freizukriegen und danach voller Energie in den Tag zu starten. Danach geht’s dann an die Arbeit.

Durch den morgendlichen Spaziergang ist meine Morgenroutine schon recht lang, aber auch schon 5-10 Minuten reichen hier aus, um ein paar Gewohnheiten zu etablieren. Hier ein paar Ideen:

  • ein Tipp zu Beginn: Bereite am Abend möglichst viel vor. Lege dir Kleidung raus, stelle dir eine Tasse oder ein Glas bereit, räume auf, damit du am Morgen nicht direkt mit Wegräumen und Suchen beschäftigt bist
  • Komm aus den Federn: Stehe beim ersten Klingeln deines Weckers auf.
  • Tanke neue Kraft: Trinke ein großes Glas stilles Wasser, um dich nach der Nacht zu hydrieren. Am besten nicht zu kalt – gerne mit etwas Zitrone. Nimm dir auch genug Zeit für dein Frühstück. Frühstücksideen für den perfekten Start in den Tag findest du auf meinem Blog.
  • Beweg dich: Mache ein paar Yogaübungen oder Stretching – am besten vor dem geöffneten Fenster, das bringt den Kreislauf gleich doppelt in Schwung.
  • Lies etwas: Aber nicht deine Mails oder Nachrichten. Lies etwas Schönes z.B. ein paar Seiten aus einem Roman, eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht.
  • Sei kreativ: Wenn es dir liegt, kannst du etwas malen oder vielleicht auch nur ausmalen. Ich habe Mandalas wieder neu für mich entdeckt.
  • Fokussier dich: Meditiere ein paar Minuten oder mache Atemübungen, das schärft deine Konzentration und deine Achtsamkeit.

Diese Liste soll dich lediglich inspirieren. Du musst auf keinen Fall all diese Dinge machen, um eine Morgenroutine für dich zu finden. Du selber weißt, was dir liegt und wo du am Ball bleiben kannst. Gib dir etwas Zeit, es dauert, bis sich neue Gewohnheiten festigen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und hoffe, dass du ganz bald deine perfekte Morgenroutine für dich findest.

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