Caro Hartenstein, Zucker rieselt von einer Hand in die andere

Zuckerfrei durchs Leben

Zucker – für viele ein absoluter Genuss. Für die Gesundheit aber auch leider absolut schädlich. Ich denke, die meisten wissen, dass sie sich mit übermäßigem Zuckerkonsum nichts Gutes tun. Wer viel Zucker isst, erhöht das Risiko Karies zu bekommen, an Übergewicht zu leiden und in der Folge Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes Mellitus Typ 2 zu bekommen. Zudem wirkt sich Zucker bei vielen auf das Hautbild und auf die Stimmung aus.

Also, am besten Zucker aus der Ernährung verbannen. Doch so einfach ist das natürlich nicht. Klar, kann man seinen Süßigkeitenkonsum einstellen. Es gibt aber auch unzählige Produkte, die voller Zucker stecken und in denen man ihn auf den ersten Blick gar nicht vermutet. So sind Fertigprodukte, Joghurts, Tiefkühlware, Konserven, Backwaren, Käse, Wurst, Soßen, Säfte und vieles mehr echte Zuckerbomben.

Auch Produkte, die vermeintlich „ohne Zuckerzusatz“ sind, enthalten häufig versteckte Zucker. Ebenso wenig sind Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe eine gesunde Alternative.

Gerade Süßstoffe sind teilweise sehr beliebt, weil sie meist keine Kalorien haben. Aber Süßstoffe können bis zu 200x so süß wie Zucker sein. Durch diese extreme Süße sendet das Hirn dem Körper, genauer gesagt der Bauchspeicheldrüse, die gleichen Signale als wenn wir Zucker zu uns nehmen. In beiden Fällen kommt es zu einer schnellen Ausschüttung von Insulin und der Blutzuckerspiegel steigt rasant an. Auf Dauer ist dieser Zustand sehr gefährlich und kann zu Diabetes führen.

Was also tun?

Mache dir zunächst klar, wo Zucker überall drin ist. Dazu ist es wichtig zu wissen, unter welchen Begriffen sich Zucker überhaupt in Lebensmitteln versteckt. Hier ein paar Beispiele, wie Zucker und andere industrielle Süßungsmittel auch genannt werden:

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Glucose
  • Fructose
  • Maltose
  • Gerstenmalz
  • Sirup

Der normale Haushaltszucker besteht übrigens zu 50% aus Glucose und zu 50% aus Fruktose. Daher habe ich während meiner Fruktoseunverträglichkeit angefangen auf Zucker zu verzichten.

Es hilft auch die Zuckermenge in Würfelzucker umzurechnen, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen. Ein handelsüblicher Joghurt kann z.B. 6 Würfelzucker enthalten. Die WHO empfiehlt umgerechnet ungefähr max. 8. Damit wäre der Zuckertagesbedarf mit einem einzigen Joghurtbecher schon gedeckt.

Kleine Schritte

Natürlich ist es am besten, man verzichtet komplett auf Zucker. Da aber unglaublich viele Menschen durch den ständigen und übermäßigen Konsum von Zucker (die WHO empfiehlt übrigens maximal 25-30g Zucker pro Tag) zuckersüchtig sind, fällt eine schrittweise Entwöhnung leichter.

Am leichtesten ist es, Fruchtsäfte und Softdrinks zu meiden. Zudem sollte nach und nach der Zucker im Kaffee oder Tee reduziert werden.

Auch beim Backen kann man ruhig einmal etwas weniger Zucker nehmen, als im Rezept aufgeführt. So tastet man sich langsam an immer weniger Zucker heran und gewöhnt sich daran, dass die Speisen und Getränke nicht mehr so übermäßig süß schmecken.

Natürliche Alternativen

Zucker ist ein Energielieferant für uns. Über kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Brot oder Nudeln sowie über Obst und Gemüse nehmen wir aber schon ausreichend Zucker auf.

Wer also seine Speisen und Getränke süßen möchte, sollte auf natürliche Alternativen zurückgreifen.

Das können sein:

  • Datteln
  • Reife Bananen (entweder zum Backen oder auch eingefroren z.B. für Nice Cream)
  • Reines Apfelmarkt (eignet sich auch super zum Backen)
  • Trockenobst (hier darauf achten, dass keine Zucker zugesetzt sind)
  • Andere Früchte (z.B. um Infused Water, also Wasser mit Früchten zu machen)
  • Selten kann auch mal Kokosblütenzucker, Honig oder Agavendicksaft verwendet werden

Weitere Tipps:

Versuche so oft wie möglich selber zu kochen mit frischen Zutaten. So weißt du genau, was drin ist und kannst Zucker einfach vermeiden.

Zudem hilft es, bei Heißhunger nicht zu Süßem, sondern zu komplexen Kohlenhydraten zu greifen. Die machen nämlich deutlich länger satt und treiben den Blutzuckerspiegel nicht so rasant in die Höhe wie Einfachzucker.

Wenn es dir schwerfällt, Zucker zu reduzieren und du dir hier mehr Unterstützung wünschst, melde dich gerne bei mir.

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